Warteschleife – Zeit, neue Energie zu tanken

Gerade wart ihr noch im Höhenflug. Ihr hattet alles in den Griff bekommen und habe echt abgehoben. Leider nicht dauerhaft. Ein Übermaß an Strukturen und Prozessen nimmt euch die Energie und bringt euch in der Warteschleife. Obwohl noch alles super läuft, fühlt es sich an, als würde jemand die Bremse ziehen.

In der Warteschleife gibt es vor zwei überlebenskritische Probleme: Überautomatisierung tritt ein, wenn es nur noch darum geht, möglichst viel in Systeme zu packen. Das Unternehmen wird zur reinen Maschine, das wichtigste Asset des Unternehmens geht verloren: Loyale Beziehungen. Der Unternehmergeist verfliegt, wenn es nur noch darum geht, wie etwas gemacht wird, nicht was gemacht wird. Wenn es keine echte Vision mehr gibt, sondern die Marktposition durch das Benchmarking mit Wettbewerbern definiert wird.

Erfolgreich wird, wer diese Themen umschifft und systematisch an den Top 5 Erfolgsfaktoren arbeitet.

Die richtigen Themen adressieren – Top 5 Erfolgsfaktoren

Starken Sense of Urgency herstellen: Noch sind die Zahlen gut, wahrscheinlich wachst ihr auch noch. Diese Sicherheit ist aber trügerisch. Der Markt reagiert nur verzögert. Mach euch klar, dass reduziertes Wachstum schnell zu Stagnation und Schrumpfen werden kann. 10% Wachstum klingen gut – aber es könnten ja auch 20% oder 30% sein. Überprüft regelmäßig, ob nicht auch noch mehr drin ist – und was dafür getan werden muss.

Mutige Vision entwickeln: Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss geworden. Um euch, eure Kunden und euer Team wieder zu begeistern, braucht ihr eine mutige, mitreißende Vision. Stoppt das Benchmarking mit der Konkurrenz. Das ist nicht euer Maßstab. Ihr wollt besser sein, ihr wollt in den Höhenflug und das geht nur, wenn ihr eure eigenen Regeln definiert. Euer Maßstab sind die tiefen Bedürfnisse eurer Kunden. Wenn ihr die konsequent erfüllt, fliegt ihr wieder.

Agile Arbeitsstrukturen schaffen: Prozesse und Strukturen sind in vielen Bereichen hilfreich. Hinterfragt aber immer, ob sie genügend Freiraum geben, um auf neue Impulse reagieren zu können. Schafft in jedem Bereich eures Unternehmens agile Teams, die im Rahmen fester Entscheidungsrahmen frei und eigenverantwortlich arbeiten können. Das gilt vor allem für die Schnittstelle zum Kunden, aber auch in jedem anderen Bereich des Unternehmens.

Strategie selber machen: Das Wachstum verlangsamt sich, die Wettbewerber überholen. Standardlösung: Strategieberater rein. Ist ein super Geschäft. Für die Berater – aber nicht für euch. Denn ihr delegiert damit die Verantwortung für die zentrale Unternehmeraufgabe: Die Vision und Strategie eures Unternehmens. Und ihr bekommt eine Strategie, die nicht wirklich eure eigene ist und daher ruckzuck in der Schublade landet. Momentum schafft ihr nur selber. Ihr müsst die Impulse selber setzen, euch mit euren besten Kunden auseinandersetzen und eure eigene Perspektive entwickeln. Falls ihr nicht wisst wie, holt euch einen Coach, der euch durch den Prozess führt. Aber macht es auf jedem Fall selber. Denn nur dann haben Vision und Strategie die Energie, die euch zurück in den Höhenflug bringt.

Menschenzentrierung: Die Warteschleife ist typischerweise ein Zeit der Prozesse und Systeme. Hört auf, alles in Raster zu packen, sonst geht die Menschlichkeit verloren. Überlegt bei allem, was ihr tut ganz bewußt, inwieweit euer Tun dazu beiträgt, die tiefen Bedürfnisse euer Kunden und Mitarbeiter zu befriedigen. Installiert nur Prozesse und Systeme, die das Leben eurer Kunden und Mitarbeiter wirklich besser machen. Ist das nicht der Fall: Neu denken oder ganz weglassen.

Passt gut auf euch auf!

Spätestens seit dem Höhenflug habt ihr ein Leadershipteam, das aus Unternehmern aus den ersten Lebensphasen und neuen erfahrenen Managern besteht. Ist seid damit, selbst, wenn nur Männer (oder Frauen) am Tisch sitzen, ein diverses Team. Unterschiedlichste Erfahrungen und unterschiedlichste Haltungen kommen zusammen. Geht man damit offen um, kann das eine unglaubliche Lernerfahrung für alle sein.

In vielen Fällen passiert aber das Gegenteil. Es kommt zur Frontenbildung: Gründer gegen Manager, Alte Hasen gegen neue Mitglieder. Und plötzlich geht eure Energie nicht mehr in die Unternehmensentwicklung, sondern in politische Spielchen. Super unproduktiv. Und weil das keinen Spaß macht, ziehen sich die verschiedenen Leadership-Mitglieder immer weiter in ihre Silos zurück.

Auch das Leadership Team braucht jetzt eine Reaktivierung. Denn nur wenn ihr wirklich gemeinsam als gesundes Management Team agiert, könnte ihr euer Unternehmen in den Höhenflug zurückführen. Dafür gibt es verschiedene Hebel:

  • Ein erster Schritt Richtung gesundes Leadership Team ist ein Review der Meetingstrukturen: Diskutiert und entscheidet ihn noch? Oder trefft ihr euch nur zum Reporting? Nehmt immer auch ein übergreifendes Projekt auf eure Agenda. So arbeitet ihr gemeinsam am System und verliert euch nicht in euren Silos.
  • Noch besser ist die Entwicklung einer mutigen Vision. Die braucht ihr, um in den Höhenflug zu kommen. Und in der Diskussion gleicht ihr eure Perspektiven ab und schafft wieder ein gemeinsames Bild.
  • Gegenseitiges Verständnis gewinnt ihr auch, wenn ihr über eine kurze Jobrotation temporär in die Schuhe eurer Management Kollegen steigt. Da sieht die Welt dann gleich ganz anders aus.
  • Gründer, die jetzt noch im Leadership Team sind, sollten sich überlegen, in welcher Rolle sie die Revitalisierung mit ihrem Gründerspirit und ihrer kreativen Energie am besten treiben können. Vielleicht als Chief Challenger oder Chefvisionär? In jedem Fall solltet ihr viel Zeit beim Team verbringen.

Und nun zu euch?

Welcher der 5 Erfolgsfaktoren hat euch am besten geholfen?

Was habt ihr getan, um wieder agiler zu werden?

Was hat euch geholfen, den Blick bei den Menschen zu behalten, statt bei den Prozessen?

Wenn euch das alles bekannt vorkommt und ihr den nächsten Schritt machen wollt: Kontaktiert uns gerne für einen ersten Kennenlerntermin. Wir wissen wie es euch jetzt geht, denn wir haben diese Phase selber erlebt. Wir haben Berater reingeholt, aber Ihre Strategie nie wirklich adaptiert. Wir haben uns Prozessschlachten geliefert und uns damit dann blockiert. Wir haben Teams aber auch Freiraum gelassen und die Energie gespürt, die agile Prozesse freisetzt.

Wir helfen euch daher gerne dabei, das richtige Setup zu finden. In Workshops helfen wir Euch, eine starke Vision und Strategie zu entwickeln, ein besseres Verständnis eurer Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen und schließlich agile Arbeitsweisen einzuführen, mit denen Ihr euer Team revitalisieren könnt. Und bei schwierigen persönlichen Fragen stehen wir gerne als Coaches bereit.

Wir freuen uns über eure Kommentare.

Volate – Vom Gründer zum CEO

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Warteschleife – Zu viel System, zu wenig Innovation

Gerade wart ihr noch im Höhenflug. Ihr hattet alles in den Griff bekommen und habe echt abgehoben. Leider nicht dauerhaft. Ein Übermaß an Strukturen und Prozessen nimmt euch die Energie und bringt euch in der Warteschleife. Obwohl noch alles super läuft, fühlt es sich an, als würde jemand die Bremse ziehen.

Zurück zum Unternehmertum

Ihr habt erlebt, was es heißt, mit eurem Unternehmen im Höhenflug zu sein. Dieses unglaublich Flowgefühl: Alles geht leicht, ihr bewältigt neue Herausforderungen mit Erfahrung, Inspiration und Energie. Und daher wisst ihr auch, dass irgendetwas nicht mehr stimmt. Die Prozesse und Systeme, die Euch geholfen haben, die Turbulenzen zu überwinden, wenden sich gegen euch. Je mehr ihr euer Unternehmen in feste Raster presst, desto weniger Platz ist für Kreativität, Risikobereitschaft und unternehmerisches Denken.

Im Markt seid Ihr nicht mehr Vorreiter, sondern bestenfalls Mainstream. Automatisierung und Prozesse verdrängen den wesentlichen Treibstoff exzellenter Unternehmen: Direkte, vertrauensvolle Beziehungen mit Euren Kunden und Mitarbeitern. Und das macht sich bemerkbar: Wachsende Enttäuschung und Abwanderung. Denn keiner möchte ein Rädchen in der Maschine sein.

Ihr habt jetzt die dritte kritischen Phase des Lebenszyklus erreicht, die Warteschleife. Das Leben ist ruhiger geworden, irgendwie gesetzter. Noch fliegt ihr, aber wenn ihr euer Unternehmen jetzt nicht bald mit neuer Energie versorgt, werdet ihr abstürzen. Spätestens dann werden euch die letzten echten Unternehmer verlassen, auf der Suche nach neuen Herausforderungen, mehr Autonomie und Spaß.

Die Aufgabe in dieser Phase: Auftanken und zurück in den Höhenflug. Die Balance herstellen zwischen stabilisierenden Systemen und Strukturen und agilen Management-Komponenten. Und vor allem: Wieder humaner werden. Den Menschen und seine Bedürfnisse in den Blick nehmen, sowohl auf Kunden- als auch auf Mitarbeiterseite.

Was ist zu machen? Geht als Leadership Team in Vorleistung. Stellt euch in Frage und fordert euch mit einer mutigen, mitreißenden Vision heraus. Um diese Vision zu entwickeln, müsst ihr vor allem Zuhören. Hören, was eure Kunden und Mitarbeiter wirklich bewegt und das konsequent umsetzen. Wie ihr das effizient macht, wisst ihr ja inzwischen. Schaltet konsequent von System- auf Menschenzentrierung um. Das ist in vielen Märkten die größte Innovation, die ihr liefern könnt.

Mit agilen Arbeitsweisen, wie Design Thinking, schafft ihr parallel zu Euren stabilisierenden Prozesse Freiräume für Kreativität und Risiko. Beides braucht ihr dringend, denn ohne Sie gibt es keine Innovation, und ohne Innovation werdet ihr bald nicht mal mehr Mainstream sein.

Die Wachstumshebel

Der Abstieg aus dem Höhenflug beginnt, wenn Ihr die Balance zwischen Menschen und Systemen, Agilität und Stabilität verliert. Mit der Revitalisierung schafft ihr Raum für Kreativität, Unternehmergeist und Risiko und wendet euch wieder den Menschen zu. Denn die eigentliche Aufgabe eines Unternehmens ist es, Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn ihr diese Aufgabe exzellent erfüllt, wird auch der wirtschaftliche Erfolg kommen. Und ihr werdet wieder in den Höhenflug kommen, in dem alle Wachstumshebel optimal zusammen funktionieren und maximales Momentum erzeugen:

  • KUNDE: Einzigartige Positionierung, tiefes Kundenverständnis, replizierbare Kundengewinnung
  • STRATEGIE: Mitreißende Vision, klare Strategie, ambitionierte Ziele
  • LEADERSHIP: Starke Führungspersönlichkeiten, tief verankerte Werte
  • TEAM: Klare Verantwortlichkeiten, High Performance Team
  • UMSETZUNG: Klare Taktung, disziplinierte Umsetzung, agile Prozesse
  • FINANZEN: Skalierendes Geschäftsmodell, Cash- und Margen-Wachstum

Typische Herausforderungen und Red Flags

Jede Phase des Lebenszyklus hat ihre typischen Herausforderungen. An denen müsst ihr natürlich arbeiten, aber sie können gut bewältigt werden. Dann gibt es aber auch Probleme, die wirklich kritisch sind. Wenn diese Themen bei Euch auftauchen, könnte euer Unternehmen in Gefahr sein

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In der Warteschleife gibt es vor zwei überlebenskritische Probleme: Überautomatisierung tritt ein, wenn es nur noch darum geht, möglichst viel in Systeme zu packen. Das Unternehmen wird zur reinen Maschine, das wichtigste Asset des Unternehmens geht verloren: Loyale Beziehungen. Der Unternehmergeist verfliegt, wenn es nur noch darum geht, wie etwas gemacht wird, nicht was gemacht wird. Wenn es keine echte Vision mehr gibt, sondern die Marktposition durch das Benchmarking mit Wettbewerbern definiert wird.

Und nun zu euch

Erkennt ihr euch wieder? Ist eure Vision nur noch Material für die Image Broschüren?

Verliert ihr den persönlichen Draht zu Mitarbeitern und Kunden?

Erwischt ihr euch dabei, eure „Maschine“ immer weiter zu optimieren und automatisieren?

Habt ihr inzwischen so viele Teilziele, dass ihr den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr seht?

Im nächsten Artikel werden wir euch Tipps geben, wie ihr die wichtigsten Probleme adressiert und wie ihr dafür sorgen könnt, dass es nicht nur den Unternehmen, sondern auch euch gut geht.

Wir freuen uns über eure Kommentare.

Volate – Vom Gründer zum CEO

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Erfolgreiches Durchstarten mit 100% Kundenfokus

Der Produkt-Market-Fit steht, die ersten Kunden sind da und kommen wieder. Ihr habt fliegen gelernt! Ihr sind die Größten und zeigt es jetzt der ganzen Welt. Zumindest bis euch das Wachstum selber überholt…

In der Durchstarten-Phase gibt es drei überlebenskritische Probleme: Der Erfolg steigt den Gründern so sehr zu Kopf, dass sie Bodenhaftung verlieren, das Unternehmen wird mit vielen Randgeschäften zur Mini Holding oder keiner fühlt sich mehr verantwortlich im wachsenden Chaos. Erfolgreich wird, wer diese Themen umschifft und systematisch an den Top 5 Erfolgsfaktoren arbeitet.

5 Erfolgsfaktoren fürs Durchstarten

Eure Kunden verstehen wie euren besten Freund: Ihr habt Kunden, die immer wieder kommen? Gute Geschichte. Ihr habt Kunden, mit denen die Zusammenarbeit richtig Spaß macht, die euer Produkt intuitiv verstehen und die zahlen, was ihr verlangt? Phantastisch! Das sind eure wahren Helden, eure Himmelskunden. Lernt sie im Detail verstehen: Wer sie sind, was sie antreibt, wovon sie träumen, wo sie sich aufhalten. Und genau da geht ihr dann mit Marketing und Vertrieb hin. Denn das sind die Kunden, die euch in den Höhenflug bringen. Die übrigen behandelt mit Prio 2 – sie kosten tendenziell Geld und Nerven.

Vertriebserfolg wiederholbar machen. Vertrieb ist kein Zauberwerk begnadeter Vertriebsgurus. Marketing und Vertrieb sind lernbares Handwerk. Und zum Lernen braucht es Trial und Error. Analysiert jeden Vertriebserfolg: Warum hat es funktioniert? War es das Produkt, die Sales Argumentation, der richtige Zeitpunkt…. Bildet Thesen und testet sie, analysiert die Zahlen. So lange, bis ihr das richtige Marketing- und Vertriebs-Mix habt. Wiederholbarer Vertriebserfolg ist das Beste, was ihr in dieser Phase schaffen könnt.

Rigoroser Kundenservice: Ihr habt immer mehr begeisterte Kunden. Zeigt jetzt mit exzellentem Service, dass Ihr Euer Wertversprechen jederzeit halten könnt – auch wenn Ihr 10x, 100x oder 1000x so viele Kunden habt. Baut sichere Delivery Prozesse auf. Und sagt neuen Kunden lieber „Später!“, wenn Ihr an die Grenze der Lieferfähigkeit kommt, etabliert notfalls Wartelisten. Keine Marketing-Botschaft reist so schnell, wie die über schlechte Kundenerfahrungen.

Kunden auch mal Nein sagen: In der Aufbruchs-Phase war es total in Ordnung, dem Kunden erst mal (fast) alles zu liefern, was er sich wünscht. So habt ihr gelernt, was ihm besonders wichtig war. Damit muss jetzt Schluss sein. Bietet nur an, was ihr wiederholbar herstellen könnt. Mass Customization ist zwar für viele ein Zauberwort, funktioniert aber nur mit umfangreichen Prozessen und Systemen. Und die habt ihr definitiv noch nicht.

Kosten im Blick bewahren: Alles was jetzt für Euch zählt, sind Kunden und Umsatz. Um jeden Preis? Nein, natürlich nicht. Noch ist Euer Business nicht in trockenen Tüchern. Daher gilt weiterhin: Absolute Vorfahrt für kreative, kostensparende Marketing-, Vertriebs- und Recruitingaktionen und einen schlanken Backbone. Stopp-Schild Richtung teurer Systeme, umfangreicher Verwaltungen und luxuriöser Offices. Denn: Schlank ist schneller.

Passt gut auf Euch auf!

Die erste Zeit der Durchstarten-Phase ist genial. Der Lohn für all eure harte Arbeit. Echte Party! Gleichzeitig ist es eine Zeit, in der ihr alle unglaublich busy seid. Im Gründerteam seht ihr euch kaum mehr. Und wenn, dann werden ein paar Entscheidungen rausgehauen und schon geht es weiter.

Gefühlt arbeitet ihr über die Bande. Aber tatsächlich ist vor allem die spätere Durchstarten-Phase kritisch für das Gründerteam. Den Übergang in die Skalierung und durch die Turbulenzen der Skalierung finden nicht alle Gründer klasse. Die Macher unter euch wollen lieber weiter im täglichen Trubel wirken, die visionären Unternehmer möglichst schnell weiter wachsen. Wenn ihr darüber nicht (ergebnis-) offen diskutiert, werden plötzlich Schwarze Löcher des Schweigens zwischen eEuch entstehen.

Viele Unternehmen scheitern in der Durchstarten-Phase nicht an Problemen des Geschäftsmodells, sondern an Differenzen im Gründerteam. Und – super kritisches Thema – an ihrer fehlenden Demut. Der Durchbruch ist so plötzlich gekommen, alles was ihr in die Hände nehmt, wird gerade zu Gold, der Markt feiert euch, ihr werdet für euren Mut bewundert. Nicht wenige Unternehmerteams verlieren jetzt die notwendige Bodenhaftung, das Gefühl dafür, was sie können, und was nicht. Und auch das Gefühl dafür, was das Unternehmen wirklich braucht. Und sie hören nicht mehr zu – wie Ikarus. Das Resultat dieser Geschichte kennen wir alle.

Unsere Empfehlung:

  • Jetzt zahlt sich aus, wenn ihr über eine starke Vertrauensbasis verfügt. Arbeitet daran, ein gesundes Führungsteam zu bleiben, in dem sich alle mit tiefem Respekt begegnen.
  • Seht zu, dass ihr regelmäßig Offsites zur strategischen Entwicklung eures Unternehmens macht. Sprecht dabei auch offen an, was euch persönlich bewegt.
  • Bewahrt auch bei größtem Erfolg eure Demut. Das ist nicht immer einfach. Übernehmt im Unternehmerteam abwechselnd die Rolle des „Chef-Spielverderbers“, der die anderen auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
  • Hört eurem Team zu. Lauscht vor allem auf Zeichen der Überlastung und der Unruhe. Das sind die ersten Signale, die Richtung Turbulenzen gehen.
  • Diskutiert offen, wo jeder von euch die Zukunft des Unternehmens sieht – und was das bedeutet. Wollt ihr so groß bleiben wie ihr seid? Oder wollt ihr weiter wachsen? In dem Fall solltet ihr euch frühzeitig mit den persönlichen und organisatorischen Herausforderungen der Skalierung auseinandersetzen und den Lernprozess starten.
  • Such dir einen Sparringspartner, dem du auch mal dein Herz ausschütten kannst.

Und nun zu euch!

Was hat euch in der Zeit des Durchstartens am besten geholfen?

Sprecht ihr im Unternehmerteam wirklich über alle Herausforderungen, auch die persönlichen?

Gibt es erste Schwarze Löcher? Wie könnt ihr das Gespräch wieder starten?

Wenn euch das alles bekannt vorkommt und ihr den nächsten Schritt machen wollt: Kontaktiert uns gerne für einen ersten Kennenlerntermin. Denn wir wissen wie es euch jetzt geht: Diese Wahnsinns Begeisterung, wenn alle Ideen funktionieren und ihr zum ersten Mal vom Boden abhebt. Selber Fliegen – wie genial!

Gerne sind wir für euch Sparringspartner. Unsere Reviews können euch helfen, den klaren Blick auf euer Team und euer Unternehmen zu bewahren. Entscheidet ihr euch für das weitere Wachstum, hilft euch das Volate Skalierung-Programm. In der gemeinsamen Workshoparbeit lernt ihr alle Skills, die ihr braucht, um erfolgreich in den Höhenflug zu kommen. Und ihr gestaltet euer eigenes Unternehmen selber. Denn: Selbsttätigkeit führt zu Selbständigkeit – und die wollt Ihr bewahren.

Aber wenn das alles schon alte Kamellen sind, dann freut euch auf die nächsten Beiträge. Denn dann schauen wir Richtung Turbulenzen. Dahin, wo es richtig weh tut, wo Ihr aber auch den größten Sprung nach vorne macht.

Wir freuen uns über eure Kommentare.

Volate – Vom Gründer zum CEO

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Im Markt durchstarten – Vertrieb auf Hochtouren bringen

Der Produkt-Market-Fit steht, die ersten Kunden sind da und kommen wieder. Ihr habt fliegen gelernt! Ihr sind die Größten und zeigt es jetzt der ganzen Welt. Jetzt könnt ihr richtig Durchstarten. Zumindest bis euch das Wachstum selber überholt…

Der Wachstumsbooster

Euer Unternehmen ist in der Durchstarten-Phase, wenn ihr mit eurem Geschäftsmodell Kunden gewinnen, halten und wiedergewinnen könnt. Euer Fokus verlagert sich jetzt auf den Vertrieb. Ihr startet durch und nutzt eure Flug-Fähigkeiten mit wachsender Begeisterung. Wachstumsbooster einschalten, möglichst schnell den Markt penetrieren, Momentum aufbauen. Viele Unternehmen drehen jetzt so richtig auf. Die Stimmung in Team ist einfach phantastisch. Party pur.

Aus der Begeisterung über die ersten Erfolge, aber auch aus der Unsicherheit, ob alles so bleibt, wird keine Chancen ausgelassen. Jeder Kunde wird mitgenommen, neue Geschäftsmodelle gestartet. Und das Ganze weitgehend ohne passende Strukturen und Prozesse. „Bisher ging das ja auch so! Wenn alle anpacken, werden wir schon eine Lösung finden.“ In der Durchstarten-Phase werden die großen Unternehmenslegenden geschrieben: Ein kleines Team räumt den Markt ab. David gegen Goliath. Es ist eine Zeit der Energie und des Spaßes. Jeder im Team sieht seine Wirksamkeit und arbeitet begeistert mit.

Leider nicht dauerhaft. Aufgrund der fehlenden Strukturen und Prozesse kommt irgendwann der Punkt, an dem die Menge der Aufträge die Kapazität eures Teams überschreitet. Unter dem Druck des ständigen Ad Hoc und immer neuer Prioritäten sinkt die Stimmung. Die komplette Überlastung.

Nun habt Ihr zwei Möglichkeiten.

Option 1: Ihr geht die Herausforderungen der Skalierung an, macht das Unternehmen mit nachhaltigen Strukturen und Prozessen unabhängig und durchfliegt so die Turbulenzen. Ab in den Höhenflug.

Option 2: Ihr kehrt zu der Größe zurück, die ihr hattet, als alles noch so viel Spaß machte und werdet ein „Small Giant“, der mit einem inspirierten Team ein einzigartiges Angebot bietet.

Eure Wahl – beides erfolgreich möglich.

Die Wachstumshebel

Auch wenn der Vertrieb läuft wie geschmiert: Unternehmer, die skalieren wollen, verlieren das große Ganze nie aus den Augen. Sie starten frühzeitig mit dem Aufbau der Prozesse und Systeme und bauen ihr Geschäftsmodell auf, als wäre es der Prototyp einer Company, die später beliebig oft repliziert wird.

Das große Ziel ist klar – der Höhenflug, in dem alle Wachstumshebel optimal zusammen funktionieren und maximales Momentum erzeugen:

  • KUNDE: Einzigartige Positionierung, tiefes Kundenverständnis, replizierbare Kundengewinnung
  • STRATEGIE: Mitreißende Vision, klare Strategie, ambitionierte Ziele
  • LEADERSHIP: Starke Führungspersönlichkeiten, tief verankerte Werte
  • TEAM: Klare Verantwortlichkeiten, High Performance Team
  • UMSETZUNG: Klare Taktung, disziplinierte Umsetzung, agile Prozesse
  • FINANZEN: Skalierendes Geschäftsmodell, Cash- und Margen-Wachstum

Typische Herausforderungen und Red Flags

Jede Phase des Lebenszyklus hat ihre typischen Herausforderungen. An denen müsst ihr natürlich arbeiten, aber sie können gut bewältigt werden. Dann gibt es aber auch Probleme, die wirklich kritisch sind. Wenn diese Themen bei euch auftauchen, könnte euer Unternehmen in Gefahr sein.

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Schließlich gibt es in der Durchstarten-Phase drei überlebenskritische Probleme: Der Erfolg steigt den Gründern so sehr zu Kopf, dass sie Bodenhaftung verlieren, das Unternehmen wird mit vielen Randgeschäften zur Mini Holding oder keiner fühlt sich mehr Verantwortlich im wachsenden Chaos.

Und nun zu euch!

Erkennt ihr euch in den Herausforderungen wieder?

Welche davon habt ihr bereits erfolgreich bewältigt?

Welche habt ihr bisher eher verdrängt?

Was kostet euch aktuell am meisten Energie?

Im nächsten Artikel werden wir euch Tipps geben, wie ihr die wichtigsten Probleme adressiert und wie ihr dafür sorgen könnt, dass es nicht nur dem Unternehmen, sondern auch euch gut geht.

Bis dahin freuen wir uns über Eure Kommentare.

Volate – Vom Gründer zum CEO

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