31 Tipps für eine inspirierende Corona-Quarantäne

Veröffentlicht von Dorothea 16/03/2020

Gestern habe ich in der ZEIT einen ganz wunderbaren Artikel gelesen: „Endlich mal Zeit für Wollmäuse“. 55 Tipps, was man mit der unerwarteten Quarantäne-Freizeit alles so anfangen kann.

Über das eine oder andere hatten wir als Familie schon nachgedacht. Von „Endlich mal die Patentante anrufen“, über „Alles lesen, was man zum „Später lesen“ abgespeichert hat“, bis hin zu „Ein 5.000-Teile-Puzzle mit der Sixtinischen Kapelle legen“. OK, anderes Motiv, aber Jasper, mein Jüngster, hatte das 5000 Teile Monster schon rausgesucht.

Eine wunderbare Idee und die Inspiration für die nachfolgenden 31 Tipps, wie Gründer und Unternehmer die Corona-Quarantäne – oder besser – die Corona-Klausur bestmöglich für sich, ihre Teams und ihre Kunden nutzen können.

Endlich mal …

Zeit für Dich

Es gibt den wunderbaren Spruch „Put your own oxygen mask on first“. Nur wenn du dich jetzt erst mal um dich kümmerst, wirst du die Kraft haben, anderen zu helfen.

  • Endlich mal wieder einen echten Reißer lesen. Sehr passend sind die Shut Down Szenarien: „Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach oder „Blackout“ von Marc Elsberg.
  • Anfangen zu meditieren. Damit du wirklich zu dir kommst und dann die Ruhe ausstrahlst, die dein Team jetzt von dir braucht.
  • Eine neue Tagesroutine etablieren. Ganz zentral: Zeit für deine Unternehmeraufgaben (Vision, Strategie, Energie, eigenes Wachstum, Leadership) blocken.
  • Deine persönliche Bucket List erstellen. Mindestens 50 Dinge, die du in deinem Leben noch machen willst. Können auch ganz kleine Dinge sein (ich hätte z.B. gerne einen Rasenmäherroboter). Macht unglaublich glücklich!
  • Endlich mal testen, wie das so ist mit einem Coach. Ruf einfach an!
Corona Quarantäne! 31 Tipps, wie Gründer die Zeit bestmöglich nutzen können. Für sich, ihre Kunden, ihr Team. Klick um zu Tweeten

Zeit für Inspirationen

Tief einatmen. Neues aufnehmen. Wenn der Alltag wieder hoch gefahren ist, wird lange keine Zeit dafür sein.

  • Das Leadership Buch lesen, dass schon die ganze Zeit im Regal vor sich hin staubt. Meine „Best of“ Liste findest du im Newsletter Nr. 2.
  • Einen langen Spaziergang machen und dabei einen „Master of Scale“ Podcast hören. Mein Favorit – der Talk mit Reed Hastings von Netflix.
  • Abends ein paar gute Ted Talks anschauen. Hier findet ihr Ted Talks rund um Leadership-Themen.
  • Ein Handwerk ausprobieren, dass auch Zuhause geht – Löffelschnitzen ist gerade angesagt – sehr meditativ! Schick mir ein Bild, dann zeige ich Dir auch meine Löffel ;-).
  • Tickets für 2-3 Konzerte oder Events für die Zeit nach Corona buchen.

Zeit für die Himmelskunden

Keiner kauft, solange er nicht weiss, wie es weiter geht. Ein besonderer Moment, um ohne konkreten Anlass mit deinen liebsten und besten Kunden zu sprechen. Nein, besser, ihnen zuzuhören – und das wirken zu lassen.

  • Mit euren „Himmelskunden“ telefonieren und fragen, was sie wirklich umtreibt, was ihnen Sorgen bereitet und was sie glücklich macht. Einfach nur zuhören, nichts verkaufen.
  • Überlegen, wie du das Leben eurer Himmelskunden jeden Tag ein bisschen besser machen kannst. Und was du davon JETZT tun kannst. Wie kannst du ihnen mit ihren Corona-Sorgen helfen?
  • Brainstorming zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit euren Kunden, die auch in Zeiten des Shut-Downs funktionieren.
  • Euer Wertversprechen so formulieren, dass eure Kunden verstehen, welches ihrer Probleme ihr löst –  und nicht welche Produkte ihr ihnen andrehen wollt.
  • Eure Customer Journey als Heldengeschichte erzählen. Der Kunde ist euer Held, ihr sein Mentor. Was macht es zu einer spannenden, unwiderstehlichen Geschichte? (Buch Tipp: Building A Story Brand von Donald Miller).

Zeit für Vision & Ziele

Sieh die deine Welt von oben an. Das Big Picture. Wo willst Du hin, wo soll deine Company hin. Und was sind die ersten Schritte dazu.

  • Deine persönliche Vision aufschreiben. Wo bist Du in 7 Jahren? Wie fühlst es sich an? Möglichst plastisch! Vielleicht sogar als Bild malen.
  • Die Vision für euer Unternehmen weiterentwickeln. Wie seht ihr in 7 Jahren aus? Was für einen Spirit habt ihr? Was schafft ihr für die Welt?
  • Mit OKRs (Objectives & Key Results) experimentieren. Setze dir selber inspirierende Ziele (Objectives) für das nächste Quartal und definiere, wie du siehst, dass du sie erreicht hast (Key Results).
  • Deine persönlichen OKR mit deinen Leadership-Kollegen teilen und sie bitten, sie nachzuhalten.
  • Überlege, wie du deinen Alltag künftig gestaltest, damit die wichtigen Dinge nicht wieder bis zum nächsten Shut-Down warten müssen.

Zeit für Leadership

Telefonieren geht immer. Redet mal nicht über die Company, sondern über euch als Team. Und darüber, in was für einer Unternehmenskultur ihr arbeiten wollt – und gestaltet sie dann.

  • Mit deinen Gründer- oder Leadership-Kollegen darüber reden, wie gut ihr als Team funktioniert. Gemeinsam „Die 5 Dysfunktionen eines Teams“ von Patrick Lencioni lesen (sehr kurzweilige Business-Fabel) und überlegen, wie ihr zum High-Performance-Team werdet.
  • Feedback geben üben, am besten gemeinsam mit deinen Leadership-Kollegen. Anleitung kommt im nächsten Newsletter.
  • Überlegt, was eure Werte sind, und wie ihr euer Unternehmen entwickeln wollt, damit ihr stärker in Einklang mit euren Werten arbeiten könnt.
  • Mit deinen Gründer- oder Leadership-Kollegen darüber reden, welche Kultur ihr prägen wollte und wie weit ihr schon auf dem Weg dahin seid.
  • Setzt euch mit dem Thema Coaching-Leadership auseinander. Wie könnt ihr euer Team mit den Aufgaben, die ihr übergebt, entwickeln. Lasst euch von einem Coach zeigen, wie das geht.

Zeit fürs Team

Die Corona-Krise ist für viele Menschen traumatisch. Unsicherheit über Job und Familie. Zeigt, dass es euch nicht nur um euer Unternehmen geht, sondern um jeden Einzelnen. Schafft einen positiven Blick in die Zukunft.

  • Offen kommunizieren, am besten täglich. Per Video, per Mail, per Chat. Was tut ihr, um euer Unternehmen in dieser schwierigen Zeit auf Kurs zu halten? Wie kann euch das Team dabei helfen? Haltet alle verbunden. Verbindung schafft Vertrauen, und nichts ist aktuell wichtiger.
  • Die Mitarbeiter fragen, wie ihr sie in den Shut-Down-Zeiten unterstützen könnt. Gibt es Notfälle in der Familie, worüber machen sie sich Sorgen?
  • Mit Mitarbeitern quer durchs Unternehmen telefonieren und fragen, wovon sie Träumen und wie du sie dabei unterstützen kannst. Besser kannst du Wertschätzung nicht zeigen.
  • Frage ausgewählte Mitarbeiter, was ihre Arbeit leichter machen würde, und was dein Beitrag dazu sein könnte.
  • Endlich mal richtig ausmisten. Brainstormen, welche Routinen, Prozesse, Regeln ihr nicht mehr braucht. Was würde euren Arbeitsalltag leichter machen, den Spaßfaktor erhöhen?

Zum guten Schluss

Überlegt, wie ihr mit eurem Team und euren Kunden die Aufhebung des Shut-Downs feiern könnte. So richtig gross! Um dann gemeinsam wieder durchzustarten! Auf in den Höhenflug!

Was fällt euch noch ein? Was steht auf deiner Corona To Do Liste?